Tipps zur Ernährung gemäß der Chinesischen Medizin

Fünf einfache Grundsätze zur Ernährung nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin

Ernährung nach TCM heißt nicht, asiatisch zu kochen oder besonders viel exotische Zutaten oder Gewürze zu verwenden.
Sie können heute damit beginnen, Ihre Verdauung, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu verbessern durch fünf ganz einfache Tipps, die ich Ihnen hier präsentieren möchte.

1. Regelmäßige Mahlzeiten

Einer der wichtigsten Grundsätze der chinesischen Ernährungslehre ist das Einhalten von drei Mahlzeiten am Tag. Diese sollten regelmäßig eingenommen werden, zu relativ gleich bleibenden Uhrzeiten. Halten Sie die Essenszeiten ein und knabbern Sie nicht permanent irgendetwas nebenher. Um längere Zeit zwischen zwei Mahlzeiten zu überbrücken können ein paar Nüsse, etwas Rohkost oder Obst, je nach Jahrezeit gegessen werden.
Die wichtigste Mahlzeit ist das Frühstück.

2. Frühstücken Sie – am besten warm

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Sie sollten den Tag nicht ohne ein Frühstück beginnen!

Idealerweise machen Sie davor ein paar gymnastische oder sportliche Übungen, wie ein leichtes Workout, Joggen, Walken oder Yoga um schon mal den Kreislauf etwas auf Trab zu bringen, auch eine kurze Meditation ist perfekt zur Anregung des Körpers und zur Verbesserung der Qi-Produktion.

Das Frühstück sollte am besten warm sein hierzu eignen sich Getreidebreis, wie ein Porridge (aus Hafer- oder Hirse- bzw. Quinoaflocken), einen Congee (ein Reisbrei wie ihn die Chinesen häufig zubereiten), aber auch ein Spiegelei mit etwas Gemüse nach Saison und zum Beispiel ein getoastestes Dinkelvollkornbrot sind super ideal genauso auch etwas Reis mit gedünstetem Gemüse und Tofu für die Vegetarier beziehungsweise Veganer unter Ihnen.

Wenn sie das warme Frühstück nicht immer in Ihren Tagesablauf integrieren können, so ist das nicht so schlimm. Aber Sie sollten sich bemühen für den Anfang, zumindest zwei bis dreimal in der Woche dieses warme Frühstück zu zubereiten.
Besonders wenn sie Problematiken im Magen / Darm-Bereich haben, oder auch Erschöpfungssymptome, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Probleme mit kalten Extremitäten  oder auch häufigen Süßigkeiten-Hunger haben, werden Sie sehen wie in relativ kurzer Zeit, sich diese Beschwerden durch ein warmes Frühstück bessern.

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Sollten Sie sich für die Getreidebreis entscheiden, gibt es herzhafte und süße Varianten. Zum Süßen verwenden Sie bitte keinen Zucker sondern Trockenfrüchte oder frisches Obst wie etwa Birne oder Apfel, das man zum Ende des Kochen hinzugibt. Werten Sie, nach Belieben, den Porridge auf durch Hinzufügen von Nüssen, Chiasamen, etwas Zimt oder Vanille und frische Beerenfrüchte.

Es gibt kaum eine bessere Grundlage für einen guten Start in den Tag!

3. Lassen Sie sich nicht austricksen! Frische, unverarbeitete Lebensmittel

Essen Sie frische, unverarbeitete Lebensmittel und bereiten Sie sie selbst zu. Verzichten oder reduzieren Sie deutlich alle verarbeiteten Lebensmittel, wie Fertigprodukte aus der Dose oder dem Kühl- oder Tiefkühlregal. Diese sind häufig mit chemischen Zusatzstoffen versetzt, enthalten kaum Nährstoffe, sind praktisch für die Qi-Produktion nicht zu verwerten, verdienen meist die Bezeichnung „Lebens“-mittel gar nicht.
Die, den industriellen Produkten beigefügten Zusätze wie Zucker, Glutamate, kümstliche Aromen, Aspartam und viele andre mehr haben unerwünschte Wirkungen und beeinflussen unser natürliches Sättigungs- und Appetitgefühl nachhaltig.
Unser Appetit ist nämlich unbeeinflusst durch küntliche Tricks, ein untrüglicher Ratgeber, was uns eigentlich gut tut und was nicht.

Achten Sie auf ausgewogene Ernährung, optische und geschmacklich ansprechende Gerichte. Sie erfreuen über die Zunge das Herz und über die Augen, verbessern sie, nach chinesischem Sinne, auch die Blutproduktion.

4. Mehr Gemüse auf den Teller

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Essen Sie mehr Gemüse! Gemüse in verschiedenen Farben und Arten sollte einen Großteil unserer Ernährung ausmachen. Gemüse liefert viele Vitamine und Nährstoffe. Es ist im gedünsteten Zustand, wie es hauptsächlich zu verzehren ist, Säfte nährend, erfrischend und dynamisierend, baut also sowohl Yin als auch und als auch Yang gleichzeitig auf.

Zudem haben Gemüse selten einen zu hohen Wert an Zucker, wie das häufig bei den heutigen Obstsorten aus dem Supermarkt der Fall ist. Vor allem aber sind diese Gemüse ubehandelt, sie sind ein reines Naturprodukt und sind meistens für alle Menschen geeignet. Der Anteil am Geschmack Bitter ist in Gemüse und Blattsalaten in unserer Nahrung am höchsten. Bitter regt unser Herz an, wir fühlen uns besser, es senkt ab und leitet überschüssige Feuchtigkeit aus.
Durch Dünsten, Braten, Grillen, als Rohkost, erhalten sie unterschiedliches Temperaturverhalten und können durch gute Öle, Fette und Gewürze verfeinert werden und die Verwertbarkeit und Bekömmlichkeit erhöht werden. Bitte achten Sie unbedingt bei dem Gemüse auf gute Qualität am besten Bio Qualität da diese am wenigsten mit Schadstoffen belastet ist.

 5. Regionalität und Saisonalität

Ein weiter Grundsatz sollte sein, nach Möglichkeit, auf Regionalität und Saisonalität zu achten. Hierdurch erhalten wir nährstoffreichere, schmackhaftere und dadurch an Qi reichere Produkte, da sie ausgereift geerntet werden, da sie einen deutlich kürzeren Transportweg hatten. Nebenbei tuen Sie nicht nur sich und Ihrer Familie etwas Gutes, sondern auch für die regionalen Bauern und Einzelhändler und für die CO2-Bilanz.
Der Verzehr von saisonalen Produkten sorgt dafür, dass  z.B. die energiereicheren, süßeren Gemüse wie Kohl im Winter genießen und die erfrischenderen, säftebewahrenden sauerlichen Früchte und Gemüse wie Beerenobst und Tomaten in der wärmeren Jahreszeit. DSCF1717

Nahrung ist Grundlage der Qi-Produktion

Bei Beachtung dieser Punkte haben Sie schon einen sehr großen Beitrag zur Qi-Produktion geleistet. Sie beginnt in Magen und Milz (bzw. Bauspeicheldrüse), die anderen Organe, bzw. Funktionskreise sind daran ebenso mitbeteiligt und Voraussetzung für unsere Energie von Körper und Geist, für unser Wohlbefinden, für alle aufbauenden Vorgänge im Körper sowie für für unsere Gesunderhaltung und für jeden Heilungsprozess.

Unkontrolliertes Essen, Heißhungerattacken, Konzentrationsschwäche und viele andere Störungen können Sie durch Beachten der Regeln der TCM-Küche verbessern oder beheben.

Feuchtigkeitserzeugende Nahrung setzt an

Ein kleiner Tipp noch für alle die gerne etwas Gewicht reduzieren möchten und hier und da ein paar Pfunde zu viel haben. Hierbei ist der darauf zu achten Milchprodukte und andere feuchtigkeitsaufbauende Lebensmittel zu reduzieren, hierzu gehört vor allem der Industriezucker aber auch zu kalte Lebensmittel, wie zu viel Rohkost (soll heißen bitte 1 – 2 Mal warm essen am Tag und eher selten einen kalten Blattsalat allein zu Mittag) aber in erster Linie die Milchprodukte bitte möglichst zu reduzieren. Des Weiteren gelten die oben genannten Punkte natürlich auch für Sie.

Ich werde in nächster Zeit häufiger weitere Ernährungstipps veröffentlichen und weitere Aspekte der sogenannten Fünf Elemente Ernährung vorstellen.

Bis dahin bleiben Sie gesund und haben Sie eine gute Zeit!

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